Die Messung der Kugelmahlzähigkeit von weißem Schmelztonerde (WFA) ist durch nationale und internationale Protokolle standardisiert. Der Fokus liegt dabei auf der Quantifizierung des Widerstands gegen Fragmentierung während des Kugelmahlens. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung basierend auf Kernnormen wie GB/T 2479-2022 (China) und relevanten Industriepraktiken:
1. Kernteststandard und -prinzipien
- Referenzstandard : Vorrangig GB/T 2479-2022 Schleifmittel – Weißes Schmelztonerde (China) oder ISO 10426-1 (international für Schleifmittelprüfung).
- Prüfprinzip : Eine festgelegte Menge der WFA-Probe wird für eine bestimmte Zeit in einer Kugelmühle vermahlen. Die Mahlfestigkeit wird anhand des Massenanteils der nach dem Mahlen verbleibenden „unzerbrochenen Grobpartikel“ bewertet – höhere Anteile deuten auf eine bessere Festigkeit hin.
2. Wichtigste Ausrüstung und Materialien
- Kugelmühle: Horizontale Kugelmühle mit einstellbarer Drehzahl (Standarddrehzahl: 60 U/min).
- Mahlgefäß: Verschleißfestes Stahlgefäß (Volumen typischerweise 500–1000 ml).
- Mahlkörper: Stahlkugeln (z. B. 10 mm Durchmesser, Gesamtmasse entsprechend den Probenanforderungen).
- Standardsiebe: Spezifizierte Maschenweite (z. B. 40–60 Mesh, entsprechend 0,25–0,45 mm) für die Vorsiebung der Proben und die Klassifizierung nach dem Mahlen.
- Analysenwaage: Präzision ≥ 0,01 g für die Massenmessung.
- Trockenschrank: Zum Trocknen der Proben (falls erforderlich) und zum Entfernen von Feuchtigkeit vor der Prüfung.
3. Schrittweise Testprozedur
- Probenvorbereitung
- Wiegen Sie 50 g weißes, geschmolzenes Aluminiumoxid als Rohprobe ein (Masse aufgezeichnet als \(m_0\) ).
- Die Probe wird mit einem 40–60 Mesh-Normsieb gesiebt, das zu kleine Feinpulver wird verworfen, und nur die 40–60 Mesh großen Grobpartikel werden behalten (auf eine einheitliche Partikelgröße achten, um Verzerrungen zu vermeiden).
- Die gesiebte Probe wird 2 Stunden lang bei 105±5°C getrocknet und anschließend in einem Exsikkator auf Raumtemperatur abgekühlt.
- Kugelmühlenaufbau
- Die getrocknete Probe in das Mahlgefäß geben.
- Stahlkugeln hinzufügen (z. B. 10 Stück Stahlkugeln mit 10 mm Durchmesser, Gesamtmasse ~200 g – die Standardanforderungen an das Verhältnis von Kugeln zu Probe beachten).
- Den Mahlbecher an der Kugelmühle befestigen, die Drehzahl auf 60 U/min einstellen und die Mahldauer auf 30 Minuten einstellen (feste Parameter gemäß Standard).
- Nachbehandlung nach dem Fräsen
- Nach dem Mahlen den gesamten Inhalt des Glases vorsichtig in ein sauberes Gefäß umfüllen.
- Verwenden Sie dasselbe Standardsieb mit einer Maschenweite von 40–60, um die gemahlene Mischung zu sieben. Klopfen Sie das Sieb leicht ab, um feines Pulver von unzerbrochenen groben Partikeln zu trennen.
- Sammeln Sie alle auf dem Sieb verbliebenen Partikel (unzerbrochene grobe Partikel) und geben Sie sie in eine Wägeschale.
- Ergebnisberechnung
- Wiegen Sie die Masse der unzerbrochenen groben Partikel (aufgezeichnet als \(m_1\) ).
- Berechnen Sie den Kugelmahlzähigkeitsindex ( T ) mit der Formel: \(T = \frac{m_1}{m_0} \times 100\%\)
(z. B. wenn \(m_1 = 35\) g, \(T = 70\%\) — ein höherer T- Wert bedeutet eine bessere Zähigkeit).
4. Wichtige Hinweise zur Genauigkeit
- Stellen Sie sicher, dass die Geräteparameter (Geschwindigkeit, Kugelgröße/-anzahl, Mahldauer) bei allen Tests gleich bleiben – jede Abweichung beeinträchtigt die Vergleichbarkeit der Ergebnisse.
- Um eine Verunreinigung der Probe zu vermeiden, reinigen Sie das Mahlgefäß, das Sieb und die Wägeinstrumente vor jedem Test gründlich.
- Wiederholen Sie den Test 2-3 Mal mit parallelen Proben und nehmen Sie den Mittelwert als Endergebnis (um zufällige Fehler zu reduzieren).
- Bei Proben mit unterschiedlichen Ausgangspartikelgrößen muss die Siebmaschenweite gemäß Norm an den Partikelgrößenbereich angepasst werden (z. B. 60–80 Mesh für feinere Rohstoffe).

